Live-Stream auf ALEX TV

01. Februar 2013 | 18:30 Uhr
Beitrag von ALEX TV über den Salon Sophie Charlotte und das Speed Dating der Max-Planck-Gesellschaft

Sie möchten gerne mehr über das Phänomen der Liebe wissen? Die Max-Planck-Gesellschaft und einige ihrer Wissenschaftler sind der Liebe auf der Spur. Im Rahmen des Salon Sophie Charlotte haben sie bei einem ersten Science Speed Dating Fragen zur Liebe aus Sicht der Ornithologie, der Astronomie, der Geschichte, der Evolutionsbiologie und der Neurowissenschaften beantwortet.

ALEX war dabei und sendet sein Feature dazu
am 01.02.2013 um 18:30 Uhr
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Der Beitrag ist als Live-Stream auf der Website von ALEX TV zu sehen.

Zum Live-Stream von ALEX TV:

http://www.alex-berlin.de/tv

Salon Sophie Charlotte 2013 | am 19. Januar 2013

Die Max Planck Science Gallery beteiligt sich auch in 2013 wieder am Salon Sophie Charlotte der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, in diesem Jahr zum Thema „Die Wissenschaft und die Liebe“.
Wir wissen bis heute nicht genau, was das ist: die Liebe. Und doch bewegt sie uns mehr als alles andere. Was die Wissenschaft über das verwirrende Phänomen der Liebe zu sagen hat, verraten am 19. Januar renommierte Wissenschaftler in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und im Atrium des WissenschaftsForums. Wir laden Sie herzlich ein zu einem Science Speed Dating mit jungen und gestandenen Forschern aus der Max-Planck-Gesellschaft. Fragen Sie, was Sie schon immer zur Liebe fragen wollten!

SPEED DATING WITH SCIENTISTS

“Tierliebe” und “Tierschutz” sind als individuelle Phänomene seit der Frühneuzeit bekannt und gelten heute hierzulande fast als selbstverständlich. Als gesellschaftliches Phänomen hingegen war diese Emotionalisierung und Moralisierung des Mensch-Tier-Verhältnisses bis Mitte des 19. Jahrhunderts weitgehend unbekannt. Pascal Eitler rekonstruiert und analysiert diese Veränderung aus emotionshistorischer Perspektive und ordnet sie in eine gesellschaftliche Auseinandersetzung ein. Verschwimmt die Grenze zwischen Menschen und Tieren? Wie verändert die Liebe zum Tier herrschende Vorstellungen von Moral und Politik? Und: In welchem Sinne besitzen auch Tiere Emotionen?

Fremdgehen ist ein weit verbreitetes Phänomen. Die Vorteile für Männchen liegen auf der Hand: Die Anzahl der Nachkommen wird erhöht. Für Weibchen sieht dies anders aus, sie haben Schwierigkeiten mit der Brutpflege, bekommen Krankheiten. Dennoch suchen manche Weibchen aktiv nach diesen Kontakten. Denn weibliche Singvögel bekommen das „Fremdgeh-Gen“ von ihren Vätern vererbt. Sind die Männchen auch davon die Profiteure? Wolfgang Forstmeier ist dem Casanova-Gen auf der Spur.

Manfred Gahr untersucht die sexuelle Differenzierung des Gehirns von Singvögeln. Denn Geschlechtsunterschiede im Gehirn werden als Grundlage für geschlechtsspezifische Verhaltensweisen, sensorische und kognitive Leistungen angesehen. Bei Singvögeln wird die Partnerwahl in erster Linie durch den Gesang beeinflusst.
Welches sind die genetischen Ursachen und welche Rolle spielt der Einfluss der Umwelt auf neuronale Geschlechterunterschiede? Welche Folgen hat das auf das Sexualverhalten? Und was können wir für uns daraus lernen? Manfred Gahr wird es Ihnen erzählen!

Benno Gammerl unternimmt eine Reise durch die Geschichte der Gefühle. Wie hat zum Beispiel die schwul-lesbische Emanzipationsbewegung etablierte Vorstellungen über und Ausdrucksformen für zweisame Zuneigung unterwandert? Wurden dabei zugleich neue Normen und Codes produziert? Wie unterscheiden sich homosexuelle Erfahrungen auf dem Land vom städtisch geprägten Befreiungsnarrativ? Wie gehen unterschiedliche Generationen von männerliebenden Männern und frauenliebenden Frauen mit Gefühlen um? Benno Gammerl erzählt vom plötzlichen und allmählichen Verlieben, von aggressiv-dynamischen und defensiv-introspektiven Ängsten, von der einengenden und der kreativen Scham sowie von anderen sich verändernden emotionalen Mustern und Praktiken.

Welche Rolle spielen Parasiten bei der Partnerwahl, wenn sie einen direkten Einfluss auf die Fitness ihrer Wirte nehmen? Und warum kommen bestimmte Kreuzungen in der Natur nicht vor, obwohl sie einen evolutionären Vorteil darstellen würden? Anhand des Fischbandwurmes erläutert Tina Henrich neueste Erkenntnisse zur Partnerwahl.

Venus – die römische Göttin der Liebe, diente als Namensvorbild für den Planeten. Aber warum heißt der Planet, übrigens der drittkleinste, überhaupt so? Denn die Bedingungen darauf sind alles andere als liebes- oder lebensfreundlich. Helmut Hornung, Chefredakteur des Magazins MaxPlanckForschung, erzählt Ihnen von der Venus in der Kunst und der Venus in der Wissenschaft, stellt die Raumsonde Venus Express vor und zeigt wunderbare Bilder aus dieser fernen Welt.

Jedes Individuum ist einzigartig. Dabei variieren beim Menschen nicht nur äußere Merkmale wie Augenfarbe, Größe oder die Haarstruktur, bei Vögeln Größe, Schnabelfarbe, Gefiederfärbung, sondern auch Verhaltensmerkmale wie Partnerwahlstrategien oder Konkurrenzverhalten. Welche Mechanismen sorgen für den Erhalt dieser Variation? Nach welchen Kriterien erfolgt die Partnerwahl? Warum gibt es Promiskuität? Bart Kempenaers untersucht bei Blaumeisen und anderen Vögeln das Paarungsverhalten und die sexuelle Selektion, und redet gerne über Liebe, Lust und Eifersucht im Reich der Tiere.

Liebe ist in ihrer Komplexität höchst zweideutig und nicht auf einen einzigen emotionalen Zustand zu reduzieren. Was können wir über die Liebe lernen, wenn wir das Gehirn weiter erforschen? Welche Areale sind mit dem Empfinden von Liebesgefühlen verbunden? Und wie kann dieses Wissen uns dabei helfen, die Rolle von Liebe in unseren sozialen Beziehungen zu verstehen? Daniel Margulies betrachtet die Verschiedenheit unseres individuellen Erlebens von Liebe und versucht, unser Verständnis davon durch das Gehirn zu verbildlichen. Seien Sie gespannt!

SALON SOPHIE CHARLOTTE 2013:
Die Wissenschaft und die Liebe
19.01.2013, 18 bis 24 Uhr
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

EINTRITT FREI

In Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

http://www.bbaw.de/veranstaltungen/2013/januar/salon2013

Link zum Flyer: [ Einladung | PDF ]